18.9.2021
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Sicherung der Erzherzog-Johann-Hütte am Großglockner

Die Schutzhütte auf der sogenannten "Adlersruhe" am Großglockner wurde im Jahre 1880 errichtet und seither wiederholt ausgebaut und vergrößert. Vor allem in den ältesten Teilen der Hütte kam es in den letzten Jahren zu Rissbildungen und Tropfwassereintritten. Es wurde festgestellt, dass die Hütte teilweise auf Fels gegründet wurde, zum Teil aber auch auf gefrorenem Gesteinsschutt ("Blockgletscher"), dessen Kriechbewegungen zu den Schäden am Gebäude führten. Unter den extremen Randbedingungen eines Bauvorhabens im Hochgebirge (extreme Witterung, Materialtransport nur per Hubschrauber, kurze Bauzeit, Permafrostverhältnisse) wurde eine sowohl wirtschaftlich als auch technisch überzeugende Lösung zur dauerhaften Sicherung der Erzherzog-Johann-Hütte gefunden. (Foto rechts: DSI Austria)

GDP Aufgaben

  • Erkundung der Ursachen der Schäden
  • Entwicklung eines Sicherungskonzeptes: Stabilisierung des gefrorenen Gesteinsschuttes unter der Hütte, Abtragung der vertikalen und horizontalen Lasten in den unbewegten Felsuntergrund
  • Bauliche Maßnahmen: Stahlbeton-Unterfangungsbalken mit 4 Lisenen, Fundierung des Balkens über 9 GEWI-Pfähle im Felsuntergrund, Rückankerung des Balkens durch 7 Dauer-Freispielanker

Auftraggeber: Österreichischer Alpenklub, Wien

Zeitraum: 2000 - 2001