15.6.2021
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Felsböschungssicherung L 62 - Metnitztal Straße

In einem unterhalb des Schlosses Grades an der Metnitztal Straße gelegenen, rund 500 m langen Hangabschnitt traten in der Vergangenheit mehrfach Steinschlagereignisse und Felsstürze auf. Aufgrund der bereichsweise deutlich erkennbaren, teilweise starken Auflockerung des Gebirges und der damit verbundenen Gefährdung des Straßenverkehrs durch Gesteinsabwürfe wurde unser Büro mit der geotechnischen Begutachtung der Untergrundverhältnisse im gegenständlichen Abschnitt betraut.

Zur Sicherung der rund 80 m hohen, im Mittel ca. 60° geneigten (Fels-)Böschung kamen im ersten Bauabschnitt - neben den lokal angeordneten, vernagelten Spritzbetonflächen und -plomben, einzelnen Felsnägel und Fangzäunen - insgesamt 18 großteils mittels Dauerankern rückverankerte Ortbetonrippen und zwei Stützmauern zur Ausführung. Zur Überwachung der Böschung stehen ein Inklinometer, ein Dreifachextensometer, Kraftmessdosen sowie Oberflächenmesspunkte zur Verfügung.

GDP Aufgaben

  • Geotechnische Kartierung, Untergrunderkundung mittels Kernbohrungen
  • Geotechnisches Gutachten: Zusammenfassung der Ergebnisse der Untergrunderkundung, geotechnische Beurteilung der Untergrundverhältnisse im Hinblick auf mögliche Versagensfälle, Abschätzung des Gefährdungspotentials und des Gefährdungsrisikos für den Eintritt von Gesteinsabwürfen
  • Vorprojekt: Aufstellung und Austeilung der Sicherungsmaßnahmen für den gesamten Klammabschnitt inklusive Massen- und Kostenschätzung
  • Detailprojekt für den 1. Bauabschnitt: vernagelte (SN-Anker) und bewehrte Spritzbetonflächen, Beton- und Spritzbetonplomben, Ankerrippen mit vorgespannten Dauerfreispielankern (Gebrauchslasten 500 - 900 kN), verankerte Stützmauer, Holzbohlenzäune und elastische Fangzäune
  • Unterstützung des Auftraggebers bei der Ausschreibung
  • Erstellung der statischen Berechnungen und der Konstruktionspläne
  • Geotechnische Beratung während der Bauzeit (Anordnen von Sicherungsmaßnahmen angepasst an die lokalen Untergrundverhältnisse)

Auftraggeber: Amt der Kärntner Landesregierung, Abt. 17A Ausbau und Instandhaltung

Zeitraum: 2000 - 2003